Jeden erwischt es einmal

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    • Jeden erwischt es einmal

      Ja, ja, wenn es der liebe Nachbar nicht will,...dann geht es jedem mal ans Leder!
      Hab ich doch vor 3 Wochen ein Schreiben vom Ordnungsamt bekommen. Hier bei uns ist Leinenzwang im gesammten Stadtgebiet. (obwohl wir hier in ländlicher Gegend und eine kleine Stadt wohnen)
      Ein "lieber" Nachbar hat mich jetzt, nach 11 Jahren angezeigt...und auch noch heimlich Fotos gemacht, um mich dann beim OA anzuzinken.

      2 Stunden habe ich auf dem Amt zugebracht und mir den Mund fusselig geredet, wollte herausfinden, wer es war, um mich wegen einer eventuellen Belästigung bei ihm zu entschuldigen.....aber der liebe Datenschutz hat was dagegen :kopfkratz:
      Ich führe meinen Hund immer an der Leine, außer im Wald, oder früh in einem kleinen Park, der direkt an mein Grundstück grenzt. Dort treffen sich viele Hundbesitzer und lassen sie ohne Leine toben....die hat aber keiner fotografiert. :keine Ahnung:
      Ich bin also mit meinem Hund los zum Klingelputzen, hab alle Nachbarn befragt und so auch 30 Unterschriften gesammelt, dass sie von meinem Hund nie durch bellen, anspringen, oder sonst irgendwie belästigt wurden. Unser Tierheim hat mir auch ein Schreiben aufgesetzt und damit bestätigt, dass Paso lange Zeit als Assistenshund mit mir in Schulen, Kindergärten, Alten- und Demenzheimen tätig war, wo es ausdrücklich erwünscht war, dass er ohne Leine funktioniert.
      Die Strafe tut weh, sind nämlich 80 Euro, aber der eigentliche Leidtragende ist mein Hund!
      Jetzt ist Paso 14 Jahre alt, hat Probleme in den Gelenken.....und ich bin mir nicht so sicher, ob ich ihn trotzdem in Zukunft ohne Leine da laufen lasse. Meiner Meinung nach hat er das eindeutig verdient! :hund1:
      LG

      Biggi :zwinckerchen:
    • Es tut mir sehr leid, dass ihr angezeigt wurdet und Strafe zahlen musstet.

      Allerdings, wenn ich richtig verstehe, lässt ihr und viele andere die Hunde bei Leinenzwang ohne rumlaufen? Es ist verständlich, dass du für deinen Hund etwas anderes wünschst. Doch stell dir mal vor jeder würde sich über Vorschriften und Gesetze so hinwegsetzen. Bestimmt ist dein Hund ein total lieber. Aber dann kommt ein anderer daher mit nem anderen Hund und denkt sich, hach da läuft doch noch ein anderer ohne Leine, also nimmt man es nicht so eng hier und lässt seinen Hund auch so laufen, und dann der dritte auch und so weiter. Am Ende gewöhnt man sich an, ständig ohne Leine in der Stadt mit allen möglichen Hunden herumzulaufen. Verstehst du worauf ich hinaus will?

      Im Wald würde ich einen Hund schon gar nicht ohne Leine führen. Jeder Wald gehört zu einem Jagdbezirk und der zuständige Jäger hat das recht unangeleinte Hunde zu erschießen. Will man das riskieren?

      Lass deinen Hund im eigenen, eingezäunten Garten spielen, beim ausgewiesenen Hundespielplatz, beim Hundefreunden im Garten, am Hundetrainigsplatz. Dann hast du keinen Ärger.

      80,- sind noch gnädig, bei uns kostet sowas 150,-. Und ehrlich, mich ärgert ein unangeleinter Hund in der Stadt aber nie im leben würde ich es bis zur Anzeige bringen. Du hast pech gehabt an jemand anderem zu geraten. Es ist ja auch gefährlich. Kann doch einen Unfall verursachen oder Passanten ängstigen, nicht angeleint zahlt auch keiner Versicherung. Auch der Hundehalter kann seinen Hund nicht aus einem Gefahrbereich retten, wenn der nicht an der Leine ist. Also allein schon um Hundis Gesundheit willen...

      Stell dir vor, dein Hund wird von einem nicht angeleinten Hund verletzt und der Besitzer kann nicht richtig eingreifen, weil eben keine Leine dran. Dann würde man doch gleich fragen, warum war das Tier trotz Leinenpflicht nicht an der Leine?

      Es tut mir wirklich, ehrlich sehr leid für euch. Mal ein Ansprechen unter Nachbarn hätte es sicher auch getan.
    • Wie. Der Nachbar hat Beweisbilder geschossen.
      Anzeigen. Er darf Dich nicht ungefragt fotografieren.
      Genau wie es Datenschutz gibt, gibt es naemlich das Recht am eignen Bild.
      Er hat Dich belaestigt durch Bildaufnshmen.

      Ich wandere viel, da sind oefter Hunde ohne Leine.
      Mich stoert es nicht, solange sie friedlich sind.

      Alles wird gut...
      ..und wenn mal was nicht gut ist, denn ist es noch nicht fertig


    • Am besten wuerde ich auch Widerspruch einlegen, denn die *beweisfotos* sind dadurch, das sie ungefragt geschossen wurden vom Recht her nicht verwendbar.
      hat er nur den Hund fotografiert, denn muesste man beweisen, das es wirklich Paso ist.
      Das muesste denn das OA beweisen koennen.

      80 Euro sind eine Frechheit.
      Allerdings wird es hier in den Staedten neuerdings sehr teuer, wenn jemand den Hundehaufen auf oeffentlichen Wegen/Strassen nicht entfernt.

      Alles wird gut...
      ..und wenn mal was nicht gut ist, denn ist es noch nicht fertig


    • Mac hat völlig Recht.

      Anzeige gegen Unbekannt!

      Dieser nette Nachbar zeigt Dich an wegen einer OWi und hält sich selbst nicht an die Gesetze?

      Geht gar nicht!

      Wenn Du bei der Polizei diese Anzeige stellst, müssen die der Sache zunächst mal nachgehen. Vllt. können sie diesen Denunzianten ja feststellen.

      Könntest Du nicht ein bisschen ausserhalb Deinem Hund ein wenig Freiheit geben?
    • Paloma schrieb:

      Mac hat völlig Recht.

      Anzeige gegen Unbekannt!

      Dieser nette Nachbar zeigt Dich an wegen einer OWi und hält sich selbst nicht an die Gesetze?

      Geht gar nicht!

      Wenn Du bei der Polizei diese Anzeige stellst, müssen die der Sache zunächst mal nachgehen. Vllt. können sie diesen Denunzianten ja feststellen.

      Könntest Du nicht ein bisschen ausserhalb Deinem Hund ein wenig Freiheit geben?
      Mit Sicherheit können sie den Nachbarn feststellen, den Namen hat das OA.
      Ich möchte mich auch nicht von Leuten ungefragt fotografieren lassen.
    • Ohh...so viele Antworten...
      Vorab, ich mußte noch nicht zahlen. Ich hab nur gefragt was es kostet, aber das 6-seitige Schreiben von mir, scheint die Behörde noch etwas zu beschäftigen.
      Ja, ich bin sauer über die Anzeige, aber ich sehe auch ein, dass es für mich keine rechtliche Ausnahme geben kann. Das Übel an der Sache sind leider die Hundebesitzer, die ihr Tier nicht im Griff haben und somit alle Anderen in ein schlechtes Licht rücken (zumindest unter den "Hundehassern")
      Das mit dem Hundekot nicht aufsammeln seh ich genau so...bin immer am Schimpfen, wenn ich einen erwische, denn das kommt ja auf alle Hundehalter zurück.
      Zu Julius muß ich noch folgendes sagen:
      Ich weiß nicht, ob Du Hundebesitzer bist oder warst, aber so einfach ist das auch nicht.
      Es gibt hier keine Hundewiesen oder Hundeplätze in der Gegend und das eigene Grundstück hat auch ein paar Nachteile. Klar kann ich meinen Hund im Grundstück laufen lassen, aber je nach Rasse und Charakter gibt das ein Problem. Sagen wir mal so: Hab ich ein Tier, was im Rassenamen das Wort "Terrier" hat, ist das meist ein neugieriger Selbstbeschäftiger, der stundenlang im Garten rumtobt. Jagthunde, vor allem größere Rassen, sind in Haus und Hof eher Schlaftabletten...hier is mein Heim, hier wird gepennt. Aktivität gibt es für die nur außerhalb des Grundstücks. Nur im Grundstück habe ich natürlich auch noch das Problem, dass es keine Artgenossen gibt....im schlimmsten Fall ziehe ich mir so einen giftigen Beller heran, der nicht weiß, wie er mit anderen umgehen soll. Mir bleibt also nuch noch der Wald und wenn ich Deiner Meinung nach dort auch keinen Freilauf wagen sollte.....dann dürfte ich mir keinen Hund halten, denn artgerechte Hundehaltung wäre das nicht mehr.
      Bitte nicht falsch auffassen und ich möchte Dir in keinem Fall zu nahe treten, aber nicht jeder freilaufende Hund ist ein Sicherheitsrisiko. Das liegt immer in der Verantwortung das Halters! Ich z.B. rufe meinen Hund im Freilauf immer ab, wenn mir andere Menschen, Kinder, oder gar andere Hundebesitzer entgegen kommen...nicht nur aus Sicherheitsgründen, sonder aus Respekt vor Menschen, die Angst vor Hunden haben.
      Zu Mac
      Ich weiß um das Recht auf mein Bild, aber da muß man die Person auch gut darauf erkennen können. Bei mir ist es so la-la...eher ne Schattenfigur. Was Paso betrifft, ist er natürlich eindeutig getroffen (selbst mit besonderem Kennzeichen, einer Narbe) ...und auch noch direkt vor meinem Haus.....weiß nicht, ob ich mich da auf einen Rechtsstreit einlassen sollte?! Die Anzeige gegen Unbekannt würde daher sicher im Sande verlaufen.
      Ich weiß in etwa wer es ist, hatte auch schon persönlich Kontakt mit dem Leuten, ...die sind aber irgendwie echt komisch. Der hat nur recht ruppig über die Straße gerufen "He, hier is Leinenzwang" und da ich ja ein freundlicher Mensch bin, hab ich mich freundlich geäußert. "Sind sie von mir oder meinem Hund gerade belästigt worden?"....."Nein, aber es geht hier ums Prinzip, Recht und Gesetz".
      ....was willste da noch antworten????? :keine Ahnung:
    • Du bist wunderbar Biggi, und das freut mich sehr.

      Ich liebe Tiere, sehr sogar, wäre gern Hundhalter, aber immer wieder kommt die Abwägung. Kann ich dem Tier gerecht werden? Und mein Antwort ist leider bis jetzt NEIN. Mein Garten ist dafür zu klein und zu wenig Zeit um mich mit dem Hund genug zu beschäftigen.

      Es gibt wirklich zu wenige ausgewiesene Hundeplätze, das ist leider wahr. Erst seit kurzem haben hier bei den umliegenden Städchen endlich Kotplätze wenigstens eingerichtet bekommen. Ich finde hier sind die Hundehalter etwas gefragt bei jeder Gemeinde Druck zu machen, sie zahlen doch die Hundesteuern, da ist das wenigste, dass sie dafür ausgewiesene, hoffentlich eingezäunte, Plätze bekommen.

      Wald ist sehr sehr schwierig. Denn es gehört immer jemandem, auch wenns nicht drauf steht und es sind Jagdbezirke. De Fakto ist es so, als würde ich im Nachbarns Garten mein Hund toben lassen. Und manchenorts kennen die Jagdpächter keinen Spaß. Vor allem wenn die Rehkitze im Gras rumliegen, wenn die Frischlinge mit ihre Mama unterwegs sind, wenn es gerade gejagt wird. Da hätte ich persönlich zu viel Angst um meinem Hund. Ja, meine Meinung ist, Wald ist zu gefährlich für mein Haustier. Braucht nur mal einen frischgebackenen Wildschweinmutter zu verärgern, schon ist Wauzi nur noch Geschichte... Und ja, auch an erschossenen Hunden mangelt es nicht an Beispielen.

      Du hast auch absolut Recht, dass jeder freilaufender Hund ein Sicherheitsrisiko ist. Deshalb der Leinenpflicht, wo viele Menschen sind. Selbst das aller aller liebste und gehörigster Hund kann eine Situation missverstehen oder gerade durch unvergesehener Schmerz, Fieber, Ablenkung völlig unangemessen und unkontrolliert reagieren. Dafür gibt es leider schon viele viele Beispiele. Auch die aller liebste Katze verbeißt sich mal in Frauchens Waden, wenn man aus Versehen auf die Pfote tritt.

      Noch kurz was zur Gegenanzeige. Zur Beweissicherung ist Fotografieren erlaubt, dann das steht über dem Persönlichkeitsrecht des eigenen Bildes. Er hat es ja nicht öffentlich weiterverbreitet und es wird auch sehr schwer sein nachzuweisen, ob das derjenige dauernd macht oder nur manchmal. Es wäre eine kostenintensieve, private Prozessiererei mit unsicherem Ausgang.

      Und ich bin wirklich kein Hundehasser, ganz im Gegenteil. Und es ist wirklich schlimm, dass einige wenige egoistische Hundehalter so ein schlechtes Image verursachen. Aber so schwarze Schafe gibt es wirklich überall und in allen Lebenslagen. Da muss man differenzieren lernen und natürlich nicht alle über einen Kamm scheren.

      Wei gesagt, es tut mir wirklich sehr leid, dass du angezeigt wurdest. Ein Gespräch hätte sicher auch genügt.
    • Julius schrieb:

      jeder freilaufender Hund ein Sicherheitsrisiko ist.
      Ich habe es schon immer geahnt, das Leben ist sehr gefährlich.

      Sorry, aber das ist so beschrieben, als wären das freilaufende Bestien. Ich lebe jetzt 64 Jahre mit Hunden, aber so habe ich noch nie gedacht und so ist es auch nicht.